Taipei – 14. Juli 2014 - Bildungsminister Chiang Wei-ling reichte am Montag wegen eines akademischen Skandals seinen Rücktritt ein. Er trat wegen seiner Verbindung zu einem taiwanischen Wissenschaftler zurück, dem von einer internationalen Fachzeitschrift wissenschaftliches Fehlverhalten nachgewiesen wurde. Fünf der Beiträge trugen auch den Namen von Bildungsminister Chiang.
Insgesamt 60 wissenschaftliche Fachartikel eines Professors aus Pingdong, Peter Chen, wurden von der Zeitschrift kritisiert, dabei sollen gefälschte Umfragen verwendet worden sein. In fünf Fällen wurde Bildungsminister Chiang als Co-Author genannt. Der Professor aus Pingtung trat bereits im Februar von seinem Posten zurück.
Minister Chiang sagte, dass er Peter Chen lediglich zwei Mal kurz getroffen habe und keinerlei Kenntnis von den gefälschten Umfragen hatte. Angesichts des Aufsehens und der Diskussionen in akademischen Kreisen Taiwans hätte er sich aber für seinen Rücktritt entschlossen.
„Nachdem ich die ganze Entwicklung nochmals rückverfolgt habe, habe ich mich gestern nacht nach genauer Überlegung , um mein Ansehen zu wahren und um genauere Untersuchungen zur Aufklärung zu ermöglichen zu meinem Rücktritt als Bildungsminister entschlossen.“
Wie Kabinettsprecher Sun Lih-chyun sagte, hätte Premierminister Jiang Yi-huah das Rücktrittsgesuch angenommen. Der bisherige Vizebildungsminister, Chn Der-hua wird bis zur formalen Neubelegung des Postens die Leitung des Ministeriums übernehmen.