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Akademischer Skandal schlägt höhere Wellen

  • 16-07-2014
  • Editor


Taipei – 16. Juli 2014 - Der mit einem akademischen Fälschungsskandal in Verbindung gebrachte ehemalige Bildungsminister Chiang Wei-ling scheint nicht in den Fall verwickelt zu sein, teilte Lin Yiping, Minister für Wissenschaft und Technologie mit.


Der frühere Bildungsminister Chiang Wei-ling trat am Montag von seinem Posten zurück, als von einem britischen Fachjournal wissenschaftlich unlautere Beiträge eines mit ihm in Verbindung stehenden taiwanischen Akademikers nachgewiesen wurden. Dabei wurden Gefälligkeitsgutachten akademischer Kollegen für die veröffentlichten Beiträge nachgewiesen. Bei fünf der 60 kritisierten Beiträge wurde Bildungsminister Chiang als Co-Author aufgeführt.

Wie das Fachjournal per E-Mail mitteilte, sei Bildungsminister Chiang nicht an den Gefälligkeitsgutachten beteiligt gewesen.

Wie Minister Lin Yiping sagte, wurden bei den Papieren anscheinend ohne Chiangs Wissen teils namentliche Veränderungen vorgenommen und bei einem weiteren Papier soll der Titel geändert worden sein. Man wolle daher die Richtlinien von wissenschaftlichen Papieren überprüfen.


Der Fall zog jetzt noch etwas weitere Kreise. Gesundheitsminister Chiu Wen-ta erregte ebenfalls wegen seiner zahlreichen Veröffentlichungen im Jahre 2005 die Aufmerksamkeit. Die oppositionelle Parlamentarierin Kuan Bi-ling von der Demokratischen Fortschrittspartei DPP berichtete von 152 Beiträgen im Jahr 2005, die mit dem Namen von Gesundheitsminister Chiu gekennzeichnet waren. Dies wären durchschnittlich etwa alle zwei Tage ein Beitrag, so die Oppositionsvertreterin. Kuan rief aus diesem Grund Premierminister Jiang Yihua auf, dem Fall nachzugehen.


Der Sprecher des Gesundheitsministeriums Wang Che-chao nahm am Mittwoch zur Zahl der angegebenen Beiträge Stellung.


„Nach unseren Statistiken gibt es 31 Ursprungswerke, von denen er bei dreien erstrangiger Author gewesen ist. Die von der Parlamentatrierin vorgelegte Liste scheint ebenfalls Konferenzpapiere mit einbezogen zu haben. Nach akademischer Konvention werden mit Studenten zusammen veröffentlichte Konferenzpapiere nicht als akademische Beiträge gewertet,“ sagte Wang Che-chao.


Wang fügte hinzu, dass das Jahr 2005 der Höhepunkt der Forschungsaktivitäten von Minister Chiu gewesen sei , er in die 152 genannten Arbeiten involviert  aber nicht der namentliche Author war.

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