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Kulturministerin: Bürger sollen zum Nationalen Gedächtnis beitragen

  • 17-07-2014
  • Editor
Kulturministerin: Bürger sollen zum Nationalen Gedächtnis beitragen
Seite des Projekts

Taipei – 17.7.2014 – Kulturministerin Lung Ying-tai und einige Persönlichkeiten des öffentlichen Lebens haben die Bevölkerung heute angeregt, mit ihren persönlichen (Lebens-) Geschichten zur Anlegung einer Datenbank des nationalen Gedächtnisses beizutragen. Das Projekt einer solchen „Erinnerungsdatenbank“ war im April 2013 vorgestellt worden. Seit November letzten Jahres habe man laut Angaben des Kulturministeriums so schon mehr als 3.000 persönliche Geschichten gewöhnlicher Taiwaner eingefangen.

Unter den gesammelten Lebensgeschichten befänden sich unter anderem solche von ehemaligen taiwanischen Soldaten, die im Zweiten Weltkrieg in der Kaiserlich Japanischen Armee gekämpft haben, von nach Taiwan eingewanderten Migranten, Leprapatienten sowie von behinderten Menschen und deren Angehörigen.

Laut Kulturministerin Lung seien persönliche Lebensgeschichten die authentischste Art der Geschichtsschreibung eines Landes. Die Bürger Taiwans regte sie zugleich an, mit ihren Eltern und Großeltern in die landesweit eingerichteten Aufnahmestudios zu kommen und ihre persönlichen Geschichten zu erzählen. So könnten diese zum besseren gegenseitigen Verständnis aller 23 Millionen Einwohner Taiwans beitragen.  

Interessierte Taiwaner werden gebeten, jene Aufnahmestudios aufzusuchen oder ihre Geschichten selbst per Audio- oder Videodatei aufzunehmen, damit sie anschließend in einer Internet-Datenbank gesammelt und veröffentlicht werden können. Das Projekt wurde von ähnlichen Projekten anderer Länder inspiriert, darunter das Projekt „StoryCorps“ aus den USA, das die Geschichten gewöhnlicher Menschen einfängt und sammelt.

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