Taipeh – 19. Juli 2014. Tsai Ing-wen, die Vorsitzende von Taiwans größter Oppositionspartei DPP, verteidigte am Samstag das Parteiprogramm zu Taiwans Unabhängigkeit. Das Festhalten an den Werten taiwanischer Souveränität und Unabhängigkeit sei bereits tief in der jüngeren Generation verwurzelt, darum sehe sie keinen Grund für eine Abschaffung oder Einfrierung der Klausel.
In ihren Äußerungen sagte Tsai weiter, dass die Debatte über diesen Punkt bereits zu einem hitzigen Thema unter DPP-Mitgliedern geworden sei. Einige unter diesen gingen laut Tsai, fälschlicherweise davon aus, dass die Partei keine Möglichkeit habe, mit China zu verhandeln, solange die Klausel bestehen bleibt.
Mit ihren Angaben reagierte die DPP-Chefin auf eine Petition zweier DPP-Abgeordneter, die damit zu einer Einfrierung des Parteiprogramms einer taiwanischen Unabhängigkeit aufgerufen hatten. Nun wird erwartet, dass das Thema auch auf dem morgigen nationalen Parteikongress im Zentrum der Diskussionen stehen wird.
Tsai betonte, dass die DPP auch in Zukunft an Taiwans demokratischen Werten beim Austausch mit China festhalten werde. Außerdem sollten die Beziehungen zu China weder Taiwans nationale Souveränität noch das Recht der Taiwaner auf Selbstbestimmung gefährden, so Tsai.