Taipei – 21. Juli 2014 - Als nicht weitreichend genug bezeichnete die Regierung Festlandchinas die von Taiwans Oppositionspartei DPP (Demokratische Fortschrittspartei) gemachten Vorschläge zu einer weicheren Haltung in der Frage der Unabhängigkeit Taiwans.
Die DPP befindet sich zur Zeit in Diskussionen über eine Einfrierung oder Neudefinition der Unabhängigkeitsforderung in ihren Parteistatuten.
Die einzig richtige Wahl wäre die Aufgabe der Befürwortung einer Unabhängigkeit, sagte Ma Xiaoguang, der Sprecher von Festlandchinas Behörde für Taiwanangelegenheiten.
Die Unterstützter der sich für eine “Einfrierung” einsetzenden DPP-Vertreter argumentieren, dass Taiwan bereits ein souveränes, unabhängiges Land sei und jede Änderung des Status Quo durch die Bevölkerung Taiwans erfolgen sollte. Das „Ein-China-Prinzip“ wird von ihnen weiterhin abgelehnt. Durch die Änderungen erhofft man sich durch bessere Chancen bei den Bürgermeister- und Stadtratswahlen Ende des Jahres.
Die von der DPP-Vorsitzenden Tsai Ying-wen gemachte Aussage, dass Taiwans Souveränität und Unabhhängigkeit eine feste Vorstellung der jüngeren Generation sei , wurde von Taipeis Bürgermeister Hau Lung-bin kritisiert.
Hau, der ebenfalls Vizevorsitzender der Regierungspartei Kuomintang (KMT) ist, verwarf den Versuch von Tsai, eine „Parallele zwischen den auf Individualismus und der Verfolgung von Taiwans Unabhängigkeit bezogenen Werten der jüngeren Generation zu ziehen.“
Festlandchina: DPP-Vorschlag nicht weitreichend genug
- 21-07-2014
- Editor
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