Taipei - 23. Juli 2014 - Das Sturmzentrum des Taifuns Matma hatte bis Mittwochmorgen Taiwan überquert und traf am Nachmittag auf die Südchinesische Provinz Fujian.
Der Sturm brachte schwere Regenfälle über Zentraltaiwan, Überschwemmungen, Stromausfälle und führte auch zu Unterbrechungen des Luftverkehrs.
Beim Flugverkehr insbesondere in Richtung China fielen über 40 Flüge aus, über 80 Flüge waren verspätet. Ab dem Nachmittag begann sich der Flugverkehr wieder zu normalisieren.
Insgesamt 17 Personen wurden verletzt, Todesopfer waren, u.a. auch wegen rechtzeitiger Evakuierungen, keine zu beklagen. In einem Bergort bei Hualien an der Ostküste zerdrückte ein Erdrutsch zwei Häuser, die Bewohner wurden aber, wie 7000 weitere andere, schon evakuiert.
In den letzten zwei Tagen sind in den Berggegenden Taiwans bis über 600 mm an Regen niedergegangen. Fast eine halbe Million Haushalte hatten zeitweilig keinen Strom, etwa 6800 waren von der Wasserversorgung getrennt. Die Stromversorgung der meisten Haushalte konnte bereits wieder hergestellt werden.
Für 9 Bezirke in Taiwan wurde Hochwasseralarm ausgegeben, an gut 150 Stellen besteht Erdrutschgefahr der Stufe Rot, an über 300 Stellen der Stufe Gelb.
Durch den Landfall in Taiwan hat der Sturm etwas an Kraft eingebüßt. Die maximale Windgeschwindigkeit im Sturmzentrum hat sich auf 100 km/h abgeschwächt, in Böen können 126 km/h erreicht werden, dies entspricht der Windstärke 10 bzw. 12.
Taifun Matmo war in diesem Jahr der erste Taifun, der direkt auf Taiwan traf.