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Wirtschaftsminister: Keine aktiven Bruchlinien beim 4. AKW

  • 10-03-2014
  • Editor

Taipei – 10. März 2014 - In der Nähe des kurz vor Bauende stehenden vierten AKWs befinden sich keine aktiven Bruchlinien, sagte Wirtschaftsminister Chang Chia-juch. Es bestehe auch keine Gefahr durch vulkanische Tätigkeit.

Experten bestätigten, dass sich in der Nähe der Baustelle entsprechend der US-Richtlinien für den Bau von Atomkraftwerken keine aktiven Bruchlinien befänden, die die Funktionsfähigkeit des Reaktors beeinträchtigen könnten.

Aktiv ist laut deren Definition eine Bruchlinie, wenn es dort in den letzten 35.000 Jahren zu tektonischen Bewegungen kam. Die letzte dort festgestellte Bewegung soll sich vor 43.500 Jahren ereignet haben.

Beim Bau der Anlage wurden die höchsten Sicherheitsstandards verwendet, sagte Taiwans Wirtschaftsminister.

„Da weiterhin etliche Leute Bedenken wegen der Sicherheit des AKWs haben, müssen wir einerseits unsere Sicherheitsmaßnahmen umfassender machen und verbessern, andererseits hoffen wir, den Dialog mit der Öffentlichkeit fortzuführen. Grundsätzlich stimmen wir mit dem Ruf der Öffentlichkeit nach einem Abbau der Nuklearenergie überein. Die Frage ist, wie dies geschehen soll. Beim momentanen Stand der Dinge hat die Regierung keine Wahl, auf Atomenergie zu verzichten.“

Bei einem Verzicht auf Atomenergie müsste Taiwan seine Stromerzeugung durch Gaskraftwerke sicherstellen, über die Taiwan nicht verfüge. Der Bau solch einer Anlage dauert 10 Jahre, sagte Wirtschaftsminister Chang auf Rückfrage.

Taiwan bezieht zur Zeit 80% seiner Stromerzeugung von Kohlekraftwerken. Die momentan noch in Betrieb befindlichen drei AKWs sollen zwischen 2018 und 2025 stillgelegt werden.

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