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Bürgerrechtler Wang Dan nicht als Sonderfall behandelt

  • 29-07-2014
  • Editor
Bürgerrechtler Wang Dan nicht als Sonderfall behandelt
Internetaufruf Wangs

Taipei – 29.7.2014 – Man werde den chinesischen Bürgerrechtler Wang Dan nicht als Sonderfall behandeln. Diese Angaben machte Taiwans Einwanderungsbehörde am heutigen Dienstag. Wang Dan war einer der Anführer der chinesischen Studenten-Bewegung von 1989. Er hält sich zur Zeit in den USA auf, möchte aber schnellstmöglich zur medizinischen Behandlung nach Taiwan kommen.

Noch bis Oktober hat Wang zwar eine Stelle als Gastdozent an der Nationalen Tsing Hua Universität in Taiwan inne. Um nach Taiwan einreisen zu können, benötigt er nach gültigem Gesetz jedoch auch eine Erlaubnis zur Wiedereinreise in die USA, die ihm zur Zeit noch fehlt, obwohl er in den USA die unbeschränkte Aufenthaltserlaubnis genießt. Aus Angst vor einer Verschlechterung seines Gesundheitszustands und den hohen Arztkosten in den USA hatte Wang zuvor seine Hoffnung zum Ausdruck gebracht, zur Behandlung nach Taiwan kommen zu dürfen.

Nach der blutigen Niederschlagung der Proteste in Peking 1989 war Wang Dan als einer der Anführer der Bewegung von den chinesischen Behörden festgenommen worden, durfte später aber in die USA ausreisen. Wang ist immer noch chinesischer Staatsbürger, er besitzt jedoch keinen gültigen Reisepass und ist deshalb auf spezielle Reisedokumente angewiesen. Die nötigen Dokumente zur Einreise nach Taiwan habe er nach eigenen Angaben bereits beantragt.

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