Taipei – 23. Mai 2018 – Am zweiten Tag der Weltgesundheitsversammlung, des jährlichen Treffens der Mitglieder der Weltgesundheitsorganisation WHO, drückten Taiwans diplomatische Verbündete Honduras, Tuvalu, El Salvador, Guatemala, Kiribati und Belize auf der Konferenz ihre Unterstützung für Taiwans Teilnahme als Beobachter aus.
Tuvalus Gesundheitsminister Satini Manuella wies darauf hin, dass die von der WHO angestrebte Gesundheitsversorgung für alle Inklusion erfordere und Taiwan daher nicht ausgeschlossen werden dürfe. Gesundheitsfragen würden keine Grenzen kennen und seien nicht abhängig von Rasse, Geschlecht oder politischem Status.
Schon am Vortag drückten die USA, Japan, Australien, Kanada, Deutschland, Neuseeland, Honduras, Tuvalu, El Salvador und Guatemala direkt oder indirekt ihre Unterstützung für eine WHA-Teilnahme Taiwans aus.
Außenminister Joseph Wu sagte, dass alle diplomatischen Verbündeten außer dem Vatikan sich für Taiwan eingesetzt hätten.
Seit dem Regierungswechsel in Taiwan vor zwei Jahren verfolgt China wegen fehlender expliziter Bekenntnis zum „Ein-China-Prinzip“ gegenüber Taiwan eine restriktive Politik und blockierte eine erneute Einladung Taiwans als Beobachter bei der WHA.