Taipei – 31.7.2014 – Für das Einmotten des vierten taiwanischen Atomkratwerks über drei Jahre müsse man mit Kosten von rund 100 Millionen Euro rechnen. Diese Angaben machte Vize-Wirtschaftsminister Woody Duh am heutigen Donnerstag. Erst gestern hatte das Wirtschaftsministerium mitgeteilt, dass das umstrittene vierte AKW im Norden Taiwans die Sicherheitskontrollen erfolgreich bestanden habe. Ein Referendum zum weiteren Verbleib des AKWs hoffe man in zwei bis drei Jahren abhalten zu können.
Duh sagte zum Einmotten des AKWs: „Gestern hat der Vorstandsvorsitzende von Taipower die Kosten auf 1,2 bis 1,3 Milliarden Taiwan-Dollar geschätzt. Sie werden aber in jedem Jahr etwas unterschiedlich sein, im ersten Jahr werden sie etwas höher und im zweiten und dritten Jahr etwas niedriger sein. Daher werden die Kosten insgesamt nicht höher als vier Milliarden Taiwan-Dollar ausfallen.“
Taipower ist Taiwans staatlicher AKW-Betreiber. Vier Miliarden Taiwan-Dollar entsprechen umgerechnet fast 100 Millionen Euro. Auf von der Anti-Atom-Bewegung geäußerten Kritik an den Sicherheitskontrollen machte Woody Duh deutlich, dass die Sicherheit der Anlage von mehreren Experten bestätigt worden sei.