Taipei – 1.8.2014 – In der südtaiwanischen Stadt Kaohsiung haben sich in der Nacht von Donnerstag auf Freitag mehrere Gasexplosionen ereignet. Dabei wurden nach aktuellen Angaben 26 Menschen getötet und mehr als 260 verletzt. In der betreffenden Gegend im Stadtinnern sind zur Zeit rund 23.000 Haushalte ohne Gas, fast 8.500 Haushalte ohne Strom und 13.500 ohne Wasser. Nach dem Unglück war ein Großaufgebot von Feuerwehr- und Rettungskräften im Einsatz. Verletzte wurden in umliegende Krankenhäuser gebracht.
Laut Vize-Wirtschaftsminister Shen Jong-chin sei die Unfallursache noch unklar: „Bisher hat sich noch nichts getan. Die Lokalregierung und die betreffenden Behörden vor Ort arbeiten mit technischen Geräten, um die Ursache einzuschätzen. Aber momentan gibt es noch keine konkreten Ergebisse.“
Gerüchten zufolge könnte ausgetretenes Propen die Ursache für die heftigen Gasexplosionen gewesen sein. Derartige Gerüchte wollte Vize-Wirtschaftsminister Shen auf der heutigen Pressekonferenz jedoch nicht bestätigen.
Durch die Explosionen in der vergangenen Nacht wurde der Boden ganzer Straßenzüge aufgerissen, Fahrzeuge wurden auf Häuserdächer geschleudert. Zur Sicherheit wurden rund 12.000 Anwohner zum Teil evakuiert und in zehn Notunterkünften untergebracht. In der nächsten Woche sollen die Flaggen in Taiwan mehrere Tage auf Halbmast wehen.