Taipeh – 2. August 2014. Taiwans Seuchenkontrollzentrum hat am Freitag seine Gesundheitswarnung für die westafrikanischen Länder Guinea, Liberia und Sierra Lione angehoben. Die dortige Ebola-Epidemie bezeichnete das Zentraum als „möglicherweise außer Kontrolle.“ Die Öffentlichkeit rief es dazu auf, nur in die drei Länder zu reisen, wenn es unbedingt notwendig sei.
Der stellvertretende Direktor Chou Jih-haw sagte, die Situation in den drei westafrikanischen Staaten sei ernst, da die dortige medizinische Ausrüstung begrenzt sei und auch mehrere ausländische Freiwillige das Land bereits verlassen hätten. Auch das Außenministerium hat seine Reisewarnung für die Länder am Freitag auf die Stufe Orange angehoben. Damit rief es taiwanische Reisende dazu auf, die Gegenden nach Möglichkeit zu meiden.
Nach Angaben der Weltgesundheitsorganisation belief sich die Gesamtzahl der Ebolafälle in Guinea, Liberia, Sierra Leone und Nigeria bis vergangene Woche auf 1.323. Bereits 729 Menschen sind an der Erkrankung durch das Virus gestorben. Den derzeitigen Ebola-Ausbruch bezeichnete die WHO als den schwersten überhaupt. Hauptsächlich betroffen sind abgelegene Dörfer in Mittel- und Westafrika, die sich in der Nähe von Regenwäldern befinden.