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Engere Handels- und Wirtschaftsbeziehungen zum Festland keine Gefahr für Taiwans Eigenständigkeit

  • 04-08-2014
  • Editor
Engere Handels- und Wirtschaftsbeziehungen zum Festland keine Gefahr für Taiwans Eigenständigkeit
Präsident Ma vor Industriellen


Taipei – 4. August 2014 - Taiwan wird durch engere Wirtschaftsbeziehungen mit dem Festland nicht wie von manchen befürchtet in stärkere Abhängigkeit und politische Beeinflussung geraten, sagte Taiwans Präsident Ma Ying-jeou vor Repräsentanten aus der Industrie. Er betonte, dass die Regierung weiter die Kontrolle über wirtschaftliche und politische Entscheidungen behalten und nicht ihre Eigenständigkeit verlieren würde.

„Die von uns übernommene Strategie könnte man als „Risikominimierung bei Gewinnmaximierung”bezeichnen. Wir wollen den Kontakt, bleiben aber vorsichtig und versuchen, den Nutzen der Bevölkerung Taiwans an erste Stelle zu setzen. Wir behalten die wirtschaftliche und politische Entscheidungskraft. Dies gilt zumindest für die letzten sechs Jahre, in denen alle 21 mit dem Festland unterzeichneten Abkommen diesem Prinzip folgten und wir damit nicht unsere Eigenständigkeit verloren haben.“
Festlandchina habe mittlerweile Japan als stärkster Importeur abgelöst, die Stärke und der Aufstieg des Festlandes könne nicht ignoriert werden, doch sei kein Grund zu einer Dämonisierung gegeben.

Für das laufende Jahr sah Präsident Ma eine im Vergleich zum Vorjahr günstigere Entwicklung der Wirtschaft, doch nach wie vor stände Taiwan in Fragen der regionalen Wirtschaftsintegration vor schweren Herausforderungen, für dieses Jahr ginge man von keinen großen Fortschritten aus.
Der Abbau von Handelsschranken und die Modernisierung der lokalen Industrie stände jedoch nach wie im Fokus der Politikgestaltung, sagte Präsident Ma.

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