Taipei – 4. August 2014 - Premierminister Jiang Yi-huah teilte am Montag mit, eine umfassende Untersuchung aller petrochemischen Untergrund-Pipelines angeordnet zu haben.
Seine Aussage erfolgt als Reaktion auf eine Reihe von Gasexplosionen in der südtaiwanischen Stadt Kaohsiung, bei der am 31. Juli 28 Menschen ums Leben kamen und mehr als 300 verletzt wurden. Es wird davon ausgegangen, dass durch undichte Rohre Propylengas entwich und dies später zur Explosion führte.
„Die Zentrale für Katastrophenhilfe hat auf meine Anweisung unter Führung von Vizepremierminister Mao Chi-kuo ein Dutzend Experten und Akademiker in diesem Bereich zu einer landesweiten Untersuchung des Sicherheitsmanagements unserer Pipelines eingeladen. Dabei wird nicht nur der Vorfall in Kaohsiung untersucht sondern ein umfassender Plan zur Durchführung von Untersuchungen aller Untergrund-Pipelines in allen Städten und Kreisen vorgelegt.“
Das Katastrophenschutzmanagement der Regierung habe sich in den letzten Jahren durch die Erfahrungen bei Hilfsmaßnahmen wegen Taifunschäden deutlich in den Bereichen Effizienz, Organisation und Reaktionsschnelligkeit verbessert, so Taiwans Premier.
Premierminister Jiang Yi-huah machte seine Aussage auf der Pressekonferenz zur Vorstellung eines Dokumentarfilms zu den Wiederaufbauarbeiten nach dem Taifun Morakot. Der Taifun hatte im August 2009 schwerste Verwüstungen auf Taiwan angerichtet, bei denen über 600 Menschen ihr Leben verloren.