Taipei – 7.8.2014 – Nach den schweren Gasexplosionen im südtaiwanischen Kaohsiung mit 30 Toten und 310 Verletzten diskutiert man in Taiwan über Probleme und Gefahren unterirdischer Gaspipelines.
Vizepräsident Wu Den-yih machte heute vor Medienvertretern deutlich, dass man nach Wegen suchen müsse, die auf der einen Seite die Sicherheit der Bewohner nicht gefährden, und der wirtschaftlichen Entwicklung des Landes nicht im Wege stünden. Er zeigte sich zugleich überzeugt, dass man in Taiwan, wie auch in anderen fortgeschrittenen Ländern, diesbezügliche Lösungen finden werde. Sicherheit habe jedoch die höchste Priorität, so Vizepräsident Wu.
Unterdessen hat sich die Bürgermeisterin von Kaohsiung, Chen Chu, für Fehlinformationen und schwerwiegende Kommunikationsfehler zwischen den Behörden entschuldigt. Zuvor war bekannt geworden, dass die städtische Behörde für Massentransport bereits vor zwei Jahren von den unterirdischen Gaspipelines wusste, die in der letzten Woche womöglich zu den verheerenden Gasexplosionen geführt hatten.
Nachdem das Büro für Öffentlichkeitsarbeit der Stadt sofort im Anschluss an das Unglück bekanntgab, nichts von den Pipelines gewusst zu haben, war es anschließend von Medienseite der Lüge bezichtigt worden. Bürgermeisterin Chen Chu betonte daraufhin, dass die Stadtregierung nicht gelogen habe. Sie räumte jedoch ein, dass man schwere Kommunikationsfehler begangen habe. Die Stadtregierung von Kaohsiung übernehme daher die volle Verantwortung für das Unglück, durch das mehrere dutzend Menschen getötet wurden.