Taipei – 11. August 2014 - Taiwans Zivilluftfahrtsbehörde hat am Montag mit Vertretern lokaler Fluggesellschaften Gespräche über eine Neufestlegung der Sicherheitsstandards für Starts und Landungen bei schlechtem Wetter begonnen.
Man reagiert damit auf den Ende letzten Monats erfolgten Absturzes einer Maschine auf der Insel Penghu, der bei schlechtem Wetter kurz nach dem Durchzug des Taifuns Matmo über Taiwan erfolgte.
Dabei wurden Fragen zum Einfluss des schlechten Wetters auf den Absturz aufgeworfen. Bei dem Unglück verloren 48 von 58 Personen an Bord ihr Leben.
Die Zivilluftfahrtbehörde sagte, dass Taiwans Binnenflughäfen bei Stürmen und Taifunen den internationalen Standards folgen und dieses auch nicht geändert werden solle. Man wolle aber die Anweisungen der Fluggesellschaften darauf hin ändern, dass jetzt sowohl am Abflugs- als auch am Ausweichflughafen günstige Bedingungen bestehen müssen. Zuvor waren gute Wetterbedingungen an einem Ort ausreichend.
Die von dem Unglück betroffene Fluggesellschaft Transasia teilte mittlerweile mit, dass sie zur Risikominimierung ihre Mindestsichtweite neu um 50% über der von den Binnenflughäfen geforderten Sichtweite festlegen werde.
Gleichzeitig werde man bei schlechtem Wetter nur noch maximal 30 Minuten in der Luft kreisen, um auf bessere Bedingungen zu warten und danach zum Abflugsort zurückkehren.