Taipei – 14.3.2014 – Das Ministerium für Gesundheit und Soziales plant noch bis Ende des Jahres die Liste von Medikamenten zu kürzen, die von der Nationalen Krankenversicherung bezahlt werden. Demnach soll es sich bei den betreffenden Medikamenten um solche handeln, deren therapeutische Wirksamkeit nicht eindeutig nachgewiesen ist.
Laut Shih Ju-liang von der Krankenversicherungsbehörde müssten derartige Arzneimittel nicht von einem Arzt verschrieben, sondern könnten direkt in der Apotheke gekauft werden. So zählten Produkte wie Ginkgo-Präparate in Ländern wie den USA oder Japan als Gesundheitsprodukte, würden in Taiwan aber immer noch als Medikamente behandelt.
In einer ersten Maßnahme sollen daher bis Ende des Jahres Gingko- und Glucosamin-Präparate von der Arzneimittelliste gestrichen werden, die von der Kasse bezahlt werden. Alleine durch die Streichung von Glucosamin-Produkten, die bei Gelenkbeschwerden helfen sollen, könnten laut Shih umgerechnet knapp 3,3 Millionen Euro eingespart werden.