Taipei – 13. August 2014 - Auf einem “Energie”-Forum am heutigen Mittwoch in Taipei bezeichneteTaiwans Präsident Ma Ying-jeou einen stagnierenden Energieverbrauch als unrealistisch. Zudem sei Taiwan nicht in der Lage, irgendeine Energieoption aufzugeben.
Um effizient, kostengünstig und emissionsarm Energie herzustellen und dabei auch einen höheren Grad an Autonomie und Diversifikation zu erreichen, müsse ein angemessener Energiemix gewählt werden, sagte Taiwans Präsident.
Dass vierte, noch nicht fertiggestellte AKW werde nach Durchführung aller Sicherheitstests eingemottet und anschließend in einem Referendum über die weitere Verwendung entschieden. Präsident Ma warnte aber vor den ernsthaften Herausforderungen im Falle eines Atomausstiegs.
„Taiwans Industriestruktur ist im Wandel, die Wirtschaft wächst weiter. Unter dem Einfluss eines ständig steigenden Lebensstandards und den Anforderungen durch den globalen Klimawandel rechnen wir mit einer weiter steigenden Energienachfrage. Einige Leute sagen, dass es ein Null-Wachstum geben könnte, doch befürchte ich, dass dies keine realistische Annahme ist.“
Ferner verwies er auf den Ausbau der Kernenergie in Südkorea und den Überlegungen Japans, angesichts des Handelsdefizites eine Rückkehr zur Atomenergie in Betracht zu ziehen.
Das Kabinett wurde beauftragt, zum Ende des Jahres eine nationale Energiekonferenz abzuhalten, auf der ein passender Energiemix ermittelt und ein Plan zur zukünftigen Energieproduktion vorgelegt werden soll.