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Inhaftierter Brite legt Berufung gegen Auslieferung ein

  • 15-08-2014
  • Editor

Taipei – 15.8.2014 – Ein britischer Staatsbürger hat gestern Berufung gegen seine Auslieferung nach Taiwan eingelegt. Der Brite Zain Dean war 2012 in Taiwan wegen Trunkenheit am Steuer mit Todesfolge zu vier Jahren Haft verurteilt worden. Noch vor Haftantritt war er jedoch mit einem falschen Pass aus Taiwan in seine Heimat geflüchtet. Mitte Juni hatte ein Gericht in Edinburgh jedoch für die Auslieferung Zains nach Taiwan geurteilt.

Als Gründe für die gestrige Berufung nannte dessen Anwalt den fraglichen rechtlichen Status Taiwans und den unfairen Gerichtsprozess in Taiwan. Außerdem sehe der Angeklagte sein Leben in Gefahr, falls er in Taiwan eine Haftstrafe verbüßen müsse. Die Berufung wird nun von einem Gericht im schottischen Edinburgh angehört, wo sich Zain seit Oktober 2013 in Gewahrsam befindet. Einen genauen Zeitplan für das weitere Vorgehen gibt es nicht.

Vor seiner Festnahme in Schottland hatten Taiwan und Großbritannien einen gemeinsamen Auslieferungsvertrag unterzeichnet. Präsident Ma Ying-jeou hatte das Urteil für die Auslieferung des Briten im Juni als für Taiwan wichtigen Präzedenzfall der juristischen Zusammenarbeit gewertet, da beide Länder keine offiziellen diplomatischen Beziehungen pflegten.

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