Taipei – 15.8.2014 – Zwei Minister der japanischen Regierung haben heute Vormittag den umstrittenen Yasukuni-Schrein besucht. Japans Ministerpräsident Shinzo Abe besuchte den Schrein hingegen persönlich nicht. Heute ist der 69. Jahrestag der Kapitulation Japans im Zweiten Weltkrieg. Andere asiatische Länder wie China und Südkorea verurteilen den Schrein-Besuch von japanischen Politikern regelmäßig, da dort auch Kriegsverbrechern gedacht werde.
Präsident Ma Ying-jeou betonte heute in Taipei die geografische Nähe zwischen Taiwan und Japan und sagte, dass sich beide Länder auch kulturell und historisch sehr nahe stünden. Der Gedenktag der japanischen Kapitulation sei für beide Länder von großer Bedeutung. Erst wenn man sich offen der Geschichte stelle, könne man der Zukunft entgegengehen, so Ma. Er machte seine Angaben bei einem Treffen mit Katsuya Okada, dem ehemaligen Vize-Premierminister und Außenminister Japans.
Auch Außenamtssprecherin Anna Kao appellierte an Japan, seine Lehren aus der Geschichte zu ziehen und die Gemüter seiner Nachbarstaaten nicht zu verletzen. Stattdessen sollte man sich um die Verbesserung der gegenseitigen Beziehungen bemühen.