Taipei – 15/16.8.2014 – Das Wirtschaftsministerium wird Premierminister Jiang Yi-huah am Mittwoch nochmals Bericht über den Vorschlag einer Sonderindustriezone für Petrochemie-Unternehmen in Kaohsiung erstatten.
Gemäß Medienberichten sieht der Vorschlag vor, ein Industriegebiet für Petrochemie-Unternehmen in Hafennähe einzurichten, um das Verlegen von Pipelines unter Wohngebieten zu umgehen. Dieser Vorschlag erfolgte, nachdem sich in der südtaiwanischen Stadt Kaohsiung in der Nacht von 31. Juli auf 1. August eine Reihe von schweren Gasexplosionen ereigneten, bei denen 30 Menschen ums Leben kamen und mehr als 300 verletzt wurden. Straßen und Häuser wurden schwer beschädigt. Ursache der Explosionen war nach ersten Erkenntnissen ein Leck in einer Propan-Leitung eines petrochemischen Unternehmens.
Die Regierung hat daraufhin eine Überprüfung der Pipelines in ganz Taiwan angekündigt. Außerdem soll über die petrochemischen Industrie in Taiwan beraten werden.
Das Wirtschaftsministerium hatte dem Premierminister bereits vergangenen Mittwoch über den Vorschlag einer Sonderzone für die petrochemische Industrie gegeben. Es wurde aber keine Entscheidung getroffen. Am Mittwoch sei ein weiteres Treffen zu diesem Vorschlag geplant, so das Kabinett.