Taipei – 19.8.2014 – Wirtschaftsminister Woody Duh hat eine Sonderzone als möglichen Kompromiss für die petrochemische Industrie in Kaohsiung bezeichnet. Duh machte diese Angaben heute in einem Interview mit Radio Taiwan International.
Duh sagte, man ziehe aus der Gasexplosion in Kaohsiung eine Lehre für die zukünftige Entwicklung der petrochemischen Industrie. Die Regierung habe bereits mit den kurzfristigen Maßnahmen begonnen, darunter der Überprüfung der bestehenden 45 Pipelines innerhalb von drei Monaten. Außerdem habe die Regierung den Vorschlag einer Sonderzone für die petrochemische Industrie im Süden von Kaohsiung gemacht. Dafür sei jedoch ein Konsens zwischen der Zentralregierung und der Lokalregierung notwendig.
Wirtschaftsminister Duh sagte, am Freitag sei ein Treffen zwischen Kaohsiungs Bürgermeisterin Chen Chu und Premierminister Jiang Yi-huah geplant. Falls Bürgermeisterin Chen anderer Meinung sei, seien weitere Diskussionen über diese Frage notwendig.
Wirtschaftsminister Duh sagte: "Falls man keinen geeigneten Ort finden könne und der Betrieb der petrochemischen Industrie Kaohsiungs eingestellt würde, hätte dies sehr große Auswirkungen auf Kaohsiung. Denn die petrochemischen Bereiche machen ein Viertel des GDP Kaohsiungs aus. Es sind 15.000 Menschen dort beschäftigt und es werden vielleicht über 50.000 Menschen betroffen sein. Die Auswirkungen auf Kaohsiung sind also sehr groß. Deshalb hoffen wir, eine Kompromisslösung finden zu können, die Industrie Richtung Süden zu entwickeln, um das Stadtgebiet möglichst nicht zu beeinträchtigen und trotzdem Wirtschaft und Arbeitsplätze im Raum Kaohsiung zu sichern."