In China kam es kürzlich in vielen Städten zu Protesten. Auslöser war ein tödlicher Brand in einem Wohnhaus in Urumqi, wobei viele den Lockdown wegen der COVID-19-Politik für die Todesopfer mit verantwortlich machen. Bei diesen Protesten – bei denen viele ein weißes Blatt Papier hochhielten, hörte man jedoch nicht nur Forderungen zur Aufhebung der strengen COVID-Kontrollmaßnahmen, sondern auch Rufe nach mehr Freiheit und sogar Slogans, die sich gegen die kommunistische Partei Chinas und Staats- und Parteichef Xi Jinping richteten. Nun sind in China die COVID-19 Präventionsmaßnahmen zum größten Teil aufgehoben – obwohl der Hauptgrund dafür laut vielen Beobachtern nicht hauptsächlich die Proteste waren, sondern da man sah, dass die COVID-Infektionswelle bereits nicht mehr aufzuhalten war und wegen der problematischen wirtschaftlichen Situation nach drei Jahren Null-Covid-Politik. Radio Taiwan International sprach mit Wu'er Kaixi, einem der Anführer der Studentenbewegung im Jahr 1989 in China über diese Proteste, über seine Einschätzung der Lage und Aussichten auf einen politischen Wandel in China. Wu'er Kaixi konnte nach der blutigen Niederschlagung der Studentenproteste aus China fliehen, studierte danach in den USA und lebt nun in Taiwan. Er ist Generalsekretär der Parlamentarischen Menschenrechtskommission Taiwans.
Wu'er Kaixi über Proteste in China
- 26-12-2022



RTI Radio Taiwan International
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