TSMC prüft Machbarkeit einer deutschen Fabrik
Taiwan Semiconductor Manufacturing Co (TSMC) unterstrich, dass man derzeit die Machbarkeit einer Produktionsstätte in Europa untersuche. Der Chiphersteller reagierte damit auf einen taiwanischen Medienbericht, wonach er den Bau einer Fabrik in Dresden plane.
Die chinesischsprachige Commercial Times berichtete Mitte März, dass das Unternehmen das deutsche Halbleiterzentrum Dresden für eine Fabrik ausgewählt habe. Dort solle die Produktion im Jahr 2025 beginnen. Dem Bericht zufolge würde die Investition in Deutschland die starke europäische Nachfrage nach TSMCs Spezialprozessen befriedigen und potenzielle geopolitische Hindernisse abmildern. Unter Berufung auf Quellen innerhalb der Lieferkette von TSMC heißt es in dem Bericht, dass die geplante Fabrik das umfassende Halbleiter-Ökosystem Dresdens nutzen und die Kunden in der EU besser bedienen würde.
Große internationale Halbleiterunternehmen wie Infineon Technologies AG, Robert Bosch GmbH, GlobalFoundries Inc, X-Fab Silicon Foundries SE und NXP Semiconductors NV haben in Dresden Fabriken, während Halbleiterausrüster wie Applied Materials Inc, ASML Holding NV und Siltronic AG ebenfalls Produktionsstätten in der Stadt errichtet haben. TSMC baut Fabriken in Arizona zur Herstellung von Chips im 4-Nanometer- (nm) und 3-nm-Verfahren, wobei die Massenproduktion im nächsten Jahr beginnen soll. Außerdem baut TSMC ein Werk in Japan, in dem die 12nm-, 16nm- und 22nm-Prozesse des Unternehmens sowie die 28nm-Spezialtechnologie zum Einsatz kommen sollen. Die kommerzielle Produktion soll im nächsten Jahr beginnen.
TSMC hatte Anfang März mitgeteilt, dass es bei der Auswahl von Standorten für neue Unternehmungen die Bedürfnisse der Kunden und die verfügbare staatliche Unterstützung berücksichtigt. TSMC erwäge den Bau einer Fabrik in Deutschland, um Chips zu entwickeln, die in der Automobilelektronik und bei Spezialprozessen zum Einsatz kommen. Außerdem werde auch eine zweite Fabrik in Japan diskutiert. Das Unternehmen prüfe die Pläne für ein deutsches Werk und hat noch keine Entscheidung getroffen, sagte TSMC-Sprecherin Nina Kao.
Fluggesellschaft Starlux wird Sponsor der LA Clippers (NBA)
Die taiwanische Fluggesellschaft Starlux hat einen mehrjährigen Sponsoringvertrag mit den Los Angeles Clippers aus der NBA bekannt gegeben.
Die Nachricht über den Vertrag kommt Wochen vor der Aufnahme einer neuen Flugroute von Taipeh nach Los Angeles durch Starlux, deren Erstflug für den 26. April geplant ist. Am 16. März gab die Fluggesellschaft außerdem bekannt, dass sie ihr erstes US-Büro in Los Angeles eröffnen wird und mit den LA Clippers zusammenarbeitet, um als "offizieller internationaler Airline-Partner" zu fungieren. Die Vereinbarung wurde Berichten zufolge Mitte Februar getroffen, aber erst Mitte März der Öffentlichkeit bekannt gegeben. Der CEO von Starlux, Glenn Chai, wurde in einer NBA-Pressemitteilung mit den Worten zitiert: "Mit Los Angeles als Partnerstadt von Taipeh und unserer Partnerschaft mit den L.A. Clippers ist die Stadt der Engel das perfekte Startziel unserer Fluggesellschaft in den USA", sagte Chai.
Der Chief Global Partnerships Officer der LA Clippers, Scott Sonnenberg, lobte ebenfalls die neue Partnerschaft und hieß Starlux in der Clipper Nation willkommen. "Wir freuen uns sehr über die Partnerschaft mit STARLUX Airlines, um die neue Flugroute nach Los Angeles zu feiern und gemeinsam neue Zielgruppen weltweit zu erreichen", so Sonnenberg. Gemäß der Sponsoring-Vereinbarung wird Starlux mit dem internationalen Team-Marketing-Programm der NBA zusammenarbeiten, um In-Arena-Aktivitäten und "Hospitality-Elemente" sowie "In-Flight-Branding, internationale Gewinnspiele" und andere Online- und persönliche Aktivitäten und Aktionen mit Clippers-Spielern und -Merchandise anzubieten.
Ab dem 1. Juni werden auf den Starlux-Flügen zwischen Taipeh und Los Angeles Annehmlichkeiten mit der Marke Clippers angeboten. Neben der Verpackung von Speisen und Getränken werden während des Aktionszeitraums auch Sammlerstücke wie Gepäckanhänger, Spielkarten, Aufkleber und Augenmasken erhältlich sein. Die Tickets für die neue Strecke können ab sofort erworben werden. Die Flüge werden ab Ende April an fünf Tagen pro Woche angeboten, sollen aber bis Juni auf einen Flug an jedem Tag der Woche ausgeweitet werden.
Taiwan und Österreich führen Wirtschaftsdialog, unterzeichnen Memorandum
Der sechste Wirtschaftsdialog Taiwan-Österreich ging am 14. März in Taipeh über die Bühne, berichtet Taiwan Heute. Das zeige die gemeinsame Entschlossenheit der beiden Seiten, die Partnerschaft in allen Bereichen zu vertiefen.
Die vom stellvertretenden Wirtschaftsminister Chen Chern-chyi und dem Leiter der Gruppe Außenwirtschaftsbeziehungen in Österreichs Bundesministerium für Arbeit und Wirtschaft Franz Wessig geleitete Veranstaltung konzentrierte sich auf Zollbestimmungen, Digitalkooperation und Zusammenarbeit bei Innovation sowie das Umsteigen auf Industry 4.0.
In seiner Eröffnungsansprache erklärte Chen, kleine und mittelständische Unternehmen seien das Rückgrat der Volkswirtschaften beider Länder. Das Wirtschaftsministerium in Taipeh sei entschlossen, Startups zu fördern und gleichzeitig industrielle Modernisierungen und digitalen Umbau bei kleinen und mittelständischen Unternehmen voranzubringen, ergänzte er.
Laut Chen werden nach dem Start von Taiwans Fahrplan, bis zum Jahr 2050 den Netto-Schadstoffausstoß auf Null zu reduzieren, Bündnisse zwischen den beiden Ländern bei umweltfreundlicher Energie und Innovationsübergang in Gang kommen.
Im Sinne von Chens Äußerungen stellte Wessig klar, Taiwan und Österreich seien innovative und offene Volkswirtschaften, die eine Schlüsselrolle in der globalen Lieferkette spielten. Das Mitgliedsland in der Europäischen Union (EU) arbeite daran, seine wirtschaftliche Position durch einen Umbauplan zur Beschleunigung von Forschung, Herstellung und Energiewandel zu festigen, enthüllte er.
Nach Auskunft des Wirtschaftsministeriums unterzeichneten die beiden Seiten ein Memorandum, um der Partnerschaft zwischen ihren jeweiligen innovativen Gewerben Schub zu geben sowie wesentliche Investitionen und Gelegenheiten für Zusammenarbeit zu erleichtern.
Aus Statistiken geht hervor, dass der bilaterale Handel im vergangenen Jahr ein Volumen von 17 Milliarden US$ erreichte, 6 Prozent mehr als im Vorjahr, wodurch Österreich Taiwans siebtgrößter Handelspartner in der EU wurde.



RTI Radio Taiwan International
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