Am 24. November haben in Taiwan landesweite Kommunalwahlen stattgefunden. Dabei musste die Regierungspartei DPP herbe Verluste hinnehmen. Von den insgesamt 22 Städten und Landkreisen konnte die DPP nur 6 für sich entscheiden. 15 gingen an die KMT-Kandidaten. Besonders bemerkenswert ist, dass die als DPP-Hochburg geltende Stadt Kaohsiung der KMT-Kandidat Han Kuo-yu für sich entscheiden konnte – nachdem die Stadt Kaohsiung 20 Jahre von einem DPP-Bürgermeister bzw. einer DPP-Bürgermeisterin regiert wurde. Bei den Kommunalwahlen vor vier Jahren hatte die DPP noch 13 Städte und Landkreise gewonnen, die KMT nur 6.
Von den sechs kreisfreien Städten konnte die DPP nur zwei, nämlich Taoyuan und Tainan, für sich entscheiden. In Taipei wurde der unabhängige Bürgermeister Ko Wen-je mit einer knappen Mehrheit vor dem KMT-Kandidaten wiedergewählt, der DPP-Kandidat folgte recht abgeschlagen auf dem dritten Platz. Radio Taiwan International sprach mit dem Politikwissenschaftler Professor Spencer Yang von der Wenhua Universität über die Gründe für die hohen Verluste für die Regierungspartei und die Gründe für den Sieg des unabhängigen Kandidaten in der Stadt Taipei und des KMT-Kandidaten in der Stadt Kaohsiung.



RTI Radio Taiwan International
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