Taipei – 19.9.2022 – Bei den kürzlichen schweren Erdbeben in Osttaiwan ist ein Mensch ums Leben gekommen, mindestens 164 wurden verletzt. Dies geht aus dem neusten Bericht des Katastrophenzentrums von heute Nachmittag hervor.
In Osttaiwan haben sich seit Samstagabend eine Reihe von Erdbeben ereignet. Die stärksten erreichten eine Magnitude von 6,4 und 6,8 und eine Intensität bis 6 in Osttaiwan.
Ein Arbeiter in einem Zementwerk in Yuli in Osttaiwan ist bei dem Erdbeben der Magnitude 6,8 gestern Nachmittag ums Leben gekommen.
Bei den Beben wurden Gebäude und Infrastruktur beschädigt. Gemäß dem Bildungsministerium verursachten die Beben Schäden an mehr als 400 Schulen.
Zwei Brücken stürzten ein, weitere wurden beschädigt. Der Eisenbahnverkehr zwischen Hualien und Taitung entlang der Ostküste ist unterbrochen. Es wurde ein Schienenersatzverkehr eingesetzt. Vor Normalisierung des Eisenbahnverkehrs verkehren gemäß dem Eisenbahnunternehmen von sechs Uhr morgens bis acht Uhr abends stündlich Busse zwischen Hualien und Taitung mit Halt an den Bahnhöfen entlang der Bahnstrecke.
Die Erdbeben verursachten außerdem Erdrutsche und Steinschläge. Manche Straßen wurden blockiert. Bei rund 22.000 Haushalten war vorübergehend die Stromversorgung unterbrochen. Bis auf etwa vierhundert Haushalte in Hualien und Taitung konnte die Stromversorgung bereits wieder hergestellt werden. Bei rund 4.800 Haushalten war vorübergehend die Wasserversorgung unterbrochen. Rund 1.800 waren auch heute noch ohne fließendes Wasser.
Gestern Nachmittag um 14:44 Uhr erschütterte ein Erdbeben der Magnitude 6,8 Osttaiwan. Bereits Samstagabend um 21:41 Uhr ereignete sich ein Beben der Magnitude 6,4. Es folgten eine Reihe von weiteren spürbaren Beben, darunter ein Beben heute Vormittag um 10:07 Uhr mit einer Magnitude von 5,9.