Taipei – 06. August 2024. Taiwans Olympisches Komitee (Chinese Taipeh Olympic Comitee/CTOC) hat den Internationalen Boxverband (International Boxing Association/IBA) in einem Schreiben vor möglichen rechtlichen Schritten wegen ihrer Behauptungen über das Geschlecht der taiwanischen Boxerin Lin Yu-ting (林郁婷) gewarnt.
In einer Erklärung vom Dienstag, in der das Schreiben erwähnt wurde, protestierte die taiwanische Sportverwaltung gegen die "Verbreitung von Fehlinformationen" durch die IBA und erklärte, das CTOC habe einen Anwalt beauftragt und behalte sich das Recht vor, rechtliche Schritte einzuleiten.
Die Verwaltung bekräftigte, dass Lins Teilnahmeberechtigung an den Olympischen Spielen in Paris vom Internationalen Olympischen Komitee (IOC) in einer Erklärung vom 2. August bestätigt worden sei.
Das Internationale Olympische Komitee hatte die von Russland dominierte IBA wegen „fragwürdiger Praktiken und mangelnder Transparenz“ 2023 dauerhaft als Dachverband des Sports verboten.
Aber die IBA und ihr Präsident Umar Kremlev aus Russland haben weiterhin Behauptungen über die Geschlechter von Taiwans Lin und der Algerierin Imane Khelif aufgestellt, nachdem sie bei den IBA-Frauenweltmeisterschaften 2023 wegen undurchsichtiger Berechtigungstests disqualifiziert worden waren.
Die IBA hielt am Montag eine Pressekonferenz ab, um "die Situation der beiden disqualifizierten Boxerinnen anzusprechen", um seine Entscheidungen gegen Lin und Khelif im Jahr 2023 zu klären.
Die IBA weigerte sich jedoch, neue Details zu den durchgeführten Tests oder den Methoden zu nennen, die zur Disqualifizierung der beiden Boxer geführt haben.
Roberts sagte nur, dass die "Ergebnisse der Chromosomentests zeigten, dass beide Boxer nicht startberechtigt waren", aber er habe keine Testergebnisse zeigen können, weil das algerische und das taiwanische olympische Komitee Briefe an die IBA geschickt hätten, in denen diese gebeten wurde, auf der Pressekonferenz keine Informationen über die Boxer preiszugeben.
In der Erklärung der Sportverwaltung wurde nicht darauf eingegangen, ob das CTOC einen solchen Brief geschrieben hat.