Taipei, 21. November - Anlässlich des gestrigen Internationalen Tags der Kinderrechte haben taiwanische Abgeordnete und Kinderrechtsorganisationen heute gefordert, dass mehr Mittel für die Entwicklung von Kindern und Jugendlichen bereitgestellt werden. Sie kritisieren, dass das Budget für Kinder und Jugendliche in Taiwan unzureichend sei und schlagen die Gründung einer „Kinder- und Jugendbudget-Integrationsplattform“ vor, um die Ressourcen effizienter zu nutzen und den tatsächlichen Bedürfnissen der jungen Menschen gerecht zu werden.
Der Internationale Tag der Kinderrechte erinnert an die UN-Kinderrechtskonvention, die 1959 von der UN-Generalversammlung angenommen wurde. Auch wenn Taiwan kein Mitglied der UN ist wurde die Konvention 2014 in Taiwan in nationales Recht umgesetzt.
10 Jahre später weisen Abgeordnete wie Ariel Chang (張雅琳) darauf hin, dass der Anteil des Budgets für Kinder und Jugendliche am Bruttoinlandsprodukt (BIP) mit etwa 2 % weit unter dem OECD-Durchschnitt von 6 % liegt. Sie betont, dass die Mittelverteilung zugunsten von Kinderbetreuungspolitiken erfolgt, während die Unterstützung für Jugendliche abnimmt. Ariel Chang fordert, dass mehr Ressourcen für Jugendliche bereitgestellt werden.
Darüber hinaus hebt die Abgeordnete Lin Yueh-chin (林月琴) hervor, dass es an umfassenden Berichten über Todesursachen und Unfallverletzungen bei unter 18-Jährigen mangelt. Sie fordert das Gesundheitsministerium auf, das Budget für entsprechende Ermittlungen zu erhöhen. Zudem soll die geplante Umwandlung der Sportbehörde in ein Sportministerium genutzt werden, um landesweit Sportstätten zu überprüfen und an die Bedürfnisse von Kindern und Jugendlichen anzupassen.