Taipei, 15. Januar - Nach der mutmaßlichen Beschädigung eines Unterseekabels vor Taiwans Küste durch das chinesische Frachtschiff „Shunxing 39“ (順興39) hat das taiwanische Verteidigungsministerium Maßnahmen angekündigt. Heute verkündete es, dass in vier Meeresgebieten, darunter vor Yilan, Danshui, Penghu und Pingtung, sogenannte „Überwachungszonen“ eingerichtet werden sollen. Ziel sei es, verdächtige Schiffsbewegungen frühzeitig zu erkennen und bei Bedarf sofort einzugreifen. Das beschädigte Kabel gilt als Teil der kritischen Infrastruktur Taiwans und ist für die nationale Sicherheit von großer Bedeutung.
Verdächtige Schiffe, die ungewöhnliche Manöver oder Geschwindigkeitsänderungen in der Nähe von Unterseekabeln zeigen, werden künftig von der Marine und der Küstenwache überwacht. Bei Bedarf könnten auch militärische Einheiten entsandt werden.
Militärische Experten warnen, dass die gezielte Beschädigung von Unterseekabeln Teil von Chinas „grauer Kriegsführung“ sein könnte. Solche Aktionen könnten nicht nur Taiwan, sondern auch andere Länder betreffen, wie frühere Vorfälle in Europa zeigen. Das taiwanische Militär will diese Art von Angriffen künftig als möglichen Vorboten größerer militärischer Aktionen betrachten und entsprechende Gegenmaßnahmen ergreifen.