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Taiwanischer Premierminister: Mit der Kraft des Volkes gegen die Erinnerungen an den Autoritarismus

  • 18-03-2025
Taiwanischer Premierminister: Mit der Kraft des Volkes gegen die Erinnerungen an den Autoritarismus
Der taiwanische Premierminister Cho Jung-tai (rechts) hofft, mit der “Kraft des Volkes” Erinnerungen an den Autoritarismus zu bewältigen. (Foto: CNA)

Taipei – 18. März 2025. Der taiwanische Premierminister Cho Jung-tai hofft, mit der “Kraft des Volkes” Erinnerungen an den Autoritarismus zu bewältigen. Bei einer Befragung im Parlament äußerte er sich heute zu den Plänen zur Umgestaltung der Chiang Kai-shek (CKS) Gedächtnishalle. Die Gedächtnishalle in der Mitte Taipeis wurde am 5. April 1980 eröffnet, fünf Jahre nach dem Tod des Diktators.

Im Februar hatte das Kabinett einen “Prioritätenplan für die Politik der Übergangsjustiz” verabschiedet. Darin wurden vier Hauptziele festgelegt: die Stärkung der Wiederherstellung der historischen Wahrheit, die weitere Förderung der Umwandlung der CKS-Gedenkhalle, die Vertiefung von Bildungsangeboten zur Vergangenheitsbewältigung und die Besinnung auf die Vergangenheit. Die CKS-Gedenkhalle soll kurz- bis mittelfristig räumlich umgestaltet werden.

Premierminister Cho sagte heute vor dem Parlament: “Als ich klein war, hat das Präsidialamt für mich Autoritarismus repräsentiert. Wenn ich es jetzt sehe, ist es ein Symbol der Demokratie, denn wir haben die Kraft des Volkes genutzt um seine Struktur, seinen Hintergrund und auch seine Bedeutung zu ändern. Wenn wir die gleiche Kraft nutzen, wenn wir mehr Menschenrechte, Kultur, Demokratie und Übergangsjustiz einbringen, können wir Gebäude, die an Autoritarismus erinnern, umwandeln. Das führt zur Aufklärung der nächsten Generation”.

Im Sommer 2024 hatte das Kulturministerium eine Anpassung des zeremoniellen Wachdienstes in der Gedächtnishalle im Zuge der Vergangenheitsbewältigung bekanntgegeben.

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