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Taiwan entsendet ehemaligen Vize-Präsidenten zur Amtseinführung von Papst Leo XIV

  • 15-05-2025
Taiwan entsendet ehemaligen Vize-Präsidenten zur Amtseinführung von Papst Leo XIV
Taiwan entsendet den ehemaligen Vize-Präsidenten Chen Chien-jen (陳建仁) als Sondergesandten zur Amtseinführung von Papst Leo XIV. (Foto: CNA)

Taipei – 15. Mai 2025. Taiwan entsendet den ehemaligen Vize-Präsidenten Chen Chien-jen (陳建仁) als Sondergesandten zur Amtseinführung von Papst Leo XIV. Diese soll am Sonntag, den 18. Mai auf dem Petersplatz im Vatikan stattfinden. Das taiwanische Präsidialamt verkündete den entsprechenden Präsidialerlass zur Ernennung am gestrigen Mittwochabend (14. Mai). 

Chen Chien-jen war auch schon zur Beerdigung von Papst Franziskus am 25. April in den Vatikan gereist. Er war vom 20. Mai 2016 bis zum 20. Mai 2020 Vizepräsident unter Präsidentin Tsai Ing-Wen. 

Das taiwanische Außenministerium sagte, Chen Chien-jens Teilnahme an der päpstlichen Amtseinführung zeige die freundschaftliche Beziehungen zwischen Taiwan und dem Vatikan.  Präsident Lai habe das Außenministerium angewiesen, den Sondergesandten in vollem Umfang zu unterstützen. Vize-Außenminister Francois Wu (吳志中) werde Chen Chien-jen auf seinem Besuch im Vatikan begleiten.

Das Außenministerium betonte, Chen Chien-jen habe eine enge Verbindung zum Heiligen Stuhl und sei ein Mitglied der Päpstlichen Akademie der Wissenschaften. Taiwan und der Vatikan würden die universellen Werte der Religionsfreiheit, der Menschenrechte, des Friedens und der Brüderlichkeit teilen. Die engen Beziehungen zwischen den beiden Ländern bestünden bereits seit 83 Jahren. 

Noch in der vergangenen Woche hatte das taiwanische Außenministerium angekündigt, man würde sich nach ganzen Kräften darum bemühen, dass Präsident Lai Ching-te zur Amtseinführung von Papst Leo XIV in den Vatikan reisen dürfe. 

Der Heilige Stuhl unterhält offizielle diplomatische Beziehungen zur Republik China (Taiwan). 2005 hatte der damalige taiwanische Präsident Chen Shui-bian an der Beerdigung von Papst Johannes Paul II teilgenommen, nicht jedoch an der Amtseinführung von Papst Benedikt XVI. Nach dessen Rücktritt nahm der damalige Präsident Ma Ying-jeou 2013 an der Amtseinführung von Papst Franziskus teil. 

Während des Pontifikats von Papst Franziskus gab es Anzeichen einer Verbesserung der Beziehungen des Vatikans zu China. So unterzeichneten China und der Vatikan 2018 ein provisorisches Abkommen über die Ernennung chinesischer Bischöfe, das dreimal verlängert wurde.

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