Taipei – 19. Februar 2018. Taiwan verfolgt laut Außenministerium einen möglichen Durchbruch in den Verhandlungen zwischen China und dem Vatikan zur Frage von Bischoffsernennungen. Mit entsprechenden Äußerungen kommentierte das Ministerium heute den Bericht einer italienischen Zeitung, laut dem Peking und der Heilige Stuhl schon im März eine Einigung unterzeichnen könnten.
In dem Bericht der Zeitung „Corriere della Sera“ wurde zudem ein anonymer hoher Beamter des Vatikans zitiert, laut dem die Diskussion über eine Aufnahme diplomatischer Beziehungen zwischen China und dem Vatikan nur eine Frage der Zeit sei. Dies könnte einen Umzug oder eine Umbenennung von Taiwans Botschaft im Vatikan zur Folge haben, so der Beamte.
Außenamtssprecher Andrew Lee sagte dazu heute, dass sich die Gespräche zwischen Peking und dem Vatikan um religiöse und nicht um politische Themen drehen würden. Lee betonte, dass Taiwan weiter in engem Austausch und Kontakt mit dem einzigen diplomatisch verbündeten Staat in Europa stehe.
Lee verwies auf die häufigen hochrangigen Besuche zwischen beiden Seiten und sagte, dass die Beziehungen nach wie vor eng und stabil seien. Taiwan werde weiter mit dem Heiligen Stuhl zusammenarbeiten, um ein „unverzichtbarer Partner“ des Vatikans bei humanitären Hilfsprojekten zu werden, so Lee.