Taipei, 30.08.2018 - Die Kabinettskommission für Auslandstaiwaner reist seit dem 28.08. durch Europa, um die Beziehungen Taiwans zu seinen Landsleuten im Ausland zu stärken. Während der 10-tägigen Reise besucht die Kommission die fünf Länder Italien, Belgien, England, Frankreich und Spanien und organisiert vor allem Veranstaltungen für die Taiwaner vor Ort.
Am Dienstag waren die Delegierten in Rom gelandet und hatten als erstes Taiwans Verbündeten, den Vatikan, besucht. Delegationsmitglied Wu Hsin-hsing betonte, dass es bei dieser Reise auch darum geht, den Taiwanern im Ausland zu vermitteln, warum die Tsai-Regierung den Ein-China-Konsens von 1992 nicht anerkennt.
Auf einem Bankett für in Italien lebende Taiwaner erklärte er, die Unterstützung der Auslandstaiwaner sei für das Land sehr wichtig, da sie eine Verlängerung von Taiwans Einfluss in der Welt darstellten.
Er finde es daher bedauerlich, dass aufgrund von gezielten chinesischen Missinformationen inzwischen auch Auslandstaiwaner in politische Lager gespalten sind. Wu betonte, die Ablehnung des Konsenses bedeute keine Politik der Unabhängigkeit; Präsidentin Tsai würde im Rahmen der Verfassung der Republik China (Taiwan) regieren.
Doch es bedürfe der Unterstützung der ausländischen taiwanischen Gemeinden, um Taiwan in der Welt zu stärken und durch gemeinsamen Druck auf Chinas Demokratisierung hinzuwirken.