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Außenministerium: China-Vatikan-Abkommen “nicht überinterpretieren”

  • 20-09-2018
  • Editor
Außenministerium: China-Vatikan-Abkommen “nicht überinterpretieren”
Stabile Beziehungen: Papst Franziskus (l.) trifft Taiwans Botschafter Matthew S.M. Lee

Taipei, 20.09.2018 - Laut Medienberichten könnten die Volksrepublik China und der Vatikan Ende dieses Monats ein Abkommen zur Ernennung von Bischöfen unterzeichnen. Das Außenministerium beschwichtigte heute Befürchtungen, dies könnte die diplomatischen Beziehungen zwischen dem Vatikan und der Republik China (Taiwan) beeinflussen.

Der Vatikan ist Taiwans einziger Verbündeter in Europa. Die katholische Kirche ringt aber bereits seit einigen Jahren in China um das Recht, Bischöfe ernennen zu dürfen. Das geplante Abkommen könnte eine Anerkennung des Papstes als Kirchenoberhaupt seitens Beijing bedeuten.

Sprecher des Außenministeriums sagten heute, der Vatikan habe dem Außenministerium gegenüber klar geäußert, dass ein Abkommen in religiösen Fragen die diplomatischen Beziehungen des Kirchenstaats nicht beeinflussen werde. Das Außenministerium bekräftigte, man werde die Verhandlungen mit China aufmerksam verfolgen und gegebenenfalls angemessen reagieren.

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