Taipei – 15. Februar 2021. Ein Sprecher der japanischen Regierung hat Präsidentin Tsai Ing-wen (蔡英文) heute für ihr Hilfsangebot nach dem starken Erdbeben von Samstagnacht gedankt. Seine Äußerungen machte der japanische Regierungssprecher Katsunobu Kato heute auf einer Pressekonferenz.
Samstagnacht hatte sich vor der Küste der japanischen Präfektur Fukushima ein Erdbeben der Stärke 7,3 ereignet. Bisherigen Berichten zufolge wurden bei dem Erdbeben im Nordosten Japans mindestens 153 Menschen verletzt. Eine Strecke der Hochgeschwindigkeitsbahn in der Region wurde stark beschädigt.
Am gestrigen Sonntagvormittag hatte sich Präsidentin Tsai auf Japanisch über den Kurznachrichtendienst Twitter an die Japaner gewandt. Taiwan sei wie in vergangenen Zeiten auch dieses Mal dazu bereit, Hilfe zu leisten. Falls die Japaner Unterstützung benötigen, sei Taiwan jederzeit da, um zu helfen, so die Nachricht von Tsai.
Auf der heutigen Pressekonferenz sagte Japans Regierungssprecher Kato, dass man Präsidentin Tsai für ihre herzlichen Unterstützungsbekundungen aufrichtig danke. Ob man Taiwans Angebot zur Hilfe annehme, werde man je nach Lage vor Ort in der Erdbebenregion abhängig machen, so Kato.
Auch Japans Vertretung in Taiwan dankte Tsai für ihre Äußerungen. In einer Facebook-Nachricht der Japan-Taiwan Exchange Association hieß es, dass Taiwan immer zu den ersten gehöre, die Japan bei Problemen zur Seite stünden. Selbst zur Feiertagszeit des Frühlingsfestes habe Taiwan seinen Nachbarn nicht vergessen.
Beim japanischen Nachrichtensender NHK hatte es die Meldung über Tsais Äußerungen unter die fünf meist gelesenen Beiträge geschafft. Tsais japanische Twitter-Meldung hatte bis heute morgen bereits über 92.000 Likes und wurde mehr als 24.000 mal geteilt.