Taipei – 04. Januar 2022. Ein Erdbeben der Stärke 6,0 erschütterte am Montagabend die Ostküste Taiwans, gefolgt von einem Nachbeben der Stärke 5,1 am Dienstag. Experten zufolge könnte ein großes Beben in der Zukunft in Taipeh schwere Schäden verursachen, da die Stadt in einem Becken liegt.
Laut Professor C.T. Lee von der Nationalen Zentraluniversität ereignen sich Subduktionsbeben, die durch den Zusammenstoß großer tektonischer Platten verursacht werden, einmal alle 100 Jahre. Taiwan liegt auf der Verwerfung zweier Platten, der Philippinischen Seeplatte und der Eurasischen Platte. Laut Lee ist das letzte Subduktionsbeben im Jahr 1920 bereits 101 Jahre her. Seiner Meinung nach sollte sich Taiwan auf ein starkes Erdbeben der Stärke 8,0 oder mehr gefasst machen. Dabei sollte nicht Hualien, sondern Taipeh den Menschen Sorgen bereiten, führte Lee aus.
Ein Seismologe des Zentralen Wetteraamtes sagte jedoch, dass man nicht davon ausgehen könnn, dass große Erdbeben in regelmäßigen Zyklen auftreten werden. Erdbeben finden jeden Tag statt, unterstrich er.