Taipei – 17. März 2022. In der Nacht des vergangenen Mittwochs wurde die japanische Präfektur Fukushima von einem Erdbeben der Stärke 7.4 heimgesucht. Taiwan wird Japan in der Bewältigung der Nachwirkungen der Katastrophe unterstützen. Dies verkündete der taiwanische Kabinettsprecher Lo Ping-cheng (羅秉成) am heutigen Donnerstag.
Durch das Erdbeben kam es zu einem Stromausfall in über 2 Millionen japanischen Haushalten. Nach aktuellem Stand wurden durch die Katastrophe 4 Menschen getötet, fast 100 Menschen wurden verletzt. Keine taiwanischen Studenten oder Bürger in Japan wurden verletzt, so das Außenministerium.
Das Epizentrum des Erdbebens lag weniger als 90 Kilometer von dem Ort entfernt, an welchem sich im Jahr 2011 ein Erdbeben der Stärke 9.0 ereignete. Jenes Erdbeben verursachte damals einen großen Tsunami, welcher wiederum zu mehreren atomaren Schmelzreaktionen in Japans Kernkraftwerk Fukushima Daiichi führte. Die Nuklearkatastrophe veranlasste Taiwan dazu, für mehr als ein Jahrzehnt Importverbote von Lebensmitteln aus umliegenden Regionen zu verhängen.
Die Importverbote wurden erst im vergangenen Februar aufgehoben, nachdem viel darüber diskutiert wurde, ob noch immer Sicherheitsrisiken für die Region bestünden. Lo verkündete, dass das Erdbeben am Mittwoch keinen Einfluss auf die neuen Bestimmungen zur Einfuhr von Lebensmitteln aus der Präfektur Fukushima haben würde. Die Behörden würden die Situation aber weiterhin im Auge behalten.