Taipei – 20. September 2024. Das taiwanische Außenministerium begrüßte am heutigen Freitag die Aussagen des stellvertretenden US-Außenminister Kurt Campbell zur umstrittenen UN-Resolution 2758. Kurt Campbell hatte am Mittwoch in einer US-Kongressanhörung gesagt, die Resolution 2758 würde nicht die Stellung Taiwan betreffen. Er sagte weiter, China benutze die Resolution, um den Status von Taiwan in den Vereinten Nationen zu delegitimieren.
Die UN-Resolution 2758, die 1971 verabschiedet wurde, erkennt die Volksrepublik China als den einzigen rechtmäßigen Vertreter Chinas in den Vereinten Nationen an. Dabei wird jedoch oft von China behauptet, dass sie auch die Zugehörigkeit Taiwans zu China bestätigt – eine Interpretation, die Taiwan als irreführend und gefährlich bezeichnet.
Das taiwanische Außenministerium bedankte sich für die Unterstützung Campbells und rief die internationale Gemeinschaft dazu auf, konkrete Maßnahmen gegen die Fehlinterpretationen der Resolution durch China zu ergreifen. Man wolle auch in Zukunft mit gleichgesinnten Ländern wie den USA kooperieren um gemeinsam Frieden und Stabilität in der Taiwanstraße sowie dem Indo-Pazifik zu bewahren.
Laut dem taiwanischen Außenministerium hatten sich zuletzt bereits die beiden hochrangigen US-Diplomaten Mark Lambert und Daniel Kritenbrink aus der Asia-Pazifik Abteilung des US-Außenministeriums öffentlich zu der Fehlinterpretation der Resolution 2758 durch China positioniert.
Die UN-Generalversammlung tagt am 22. und 23. September in New York. Anfang dieser Woche hatten taiwanische Abgeordnete der regierenden Demokratischen Fortschrittspartei (DPP) daher Klarheit über die Resolution gefordert. Das taiwanische Außenministerium hatte Anfang September in einem Social-Media Post gefordert, dass die Resolution 2758 nicht fehlinterpretiert werden dürfe, um die Teilnahme Taiwans im UN-System zu verhindern.