Taipei – 10. Oktober 2024. Der taiwanische Präsident Lai Ching-te (賴清德) hat am heutigen Donnerstag zum ersten Mal seit seiner Amtseinführung in diesem Jahr die Rede zum Nationalfeiertag gehalten. Der Präsident sagte, die Republik China habe bereits auf Taiwan, sowie den vorgelagerten Inseln Penghu, Kinmen und Matsu Wurzeln gefasst. Die Republik China sei dabei der Volksrepublik China nicht untergeordnet, Demokratie und Freiheit würden auf diesem Fleck Erde erblühen. Die Volksrepublik China habe kein Recht, Taiwan zu repräsentieren.
Die Feier zum Nationalfeiertag fand heute Vormittag vor dem Präsidialamt in Taipei statt. Der Präsident betonte, es sei seine Aufgabe, das Bestehen und die Entwicklung des Landes zu bewahren, die Souveränität zu sichern, und das Leben, Eigentum und Sicherheit aller Menschen des Landes zu schützen. Er hoffe auch, dass China die Erwartungen der internationalen Gemeinschaft erfüllen werde, und zu regionalem und globalem Frieden, Sicherheit und Wohlstand beitragen werde.
Vor 113 Jahren habe sich eine Gruppe idealistischer Menschen erhoben und das kaiserliche System gestürzt, in der Hoffnung, eine demokratische Volksrepublik zu errichten. Auch wenn die Ideale von Demokratie und Freiheit durch Krieg und autoritäre Herrschaft ausgehöhlt wurden, werden man nicht vergessen, dass in der Schlacht von Guningtou vor 75 Jahren und in der Schlacht vom 23. August vor 66 Jahren das Volk Taiwans unabhängig von seiner ethnischen Zugehörigkeit Taiwan, Penghu, Kinmen und Matsu verteidigte. Damit sei die Republik China verteidigt worden.
Auch den Demokratisierungsbewegungen sowie der wirtschaftliche Entwicklung Taiwans wurden in der Rede gedacht. Heute würde die taiwanische Chips-Industrie die ganze Welt am Laufen halten. Mutige Taiwanerinnen wie die Drag-Queen Nymphia Wind und die olympische Boxerin Lin Yu-ting würden Taiwan international repräsentieren.
Der Präsident betonte, dass Taiwan in einer Zeit, in der das internationale Chaos zunimmt, stabiler, selbstbewusster und stärker sein werde. Man wolle eine Kraft für Frieden, Stabilität und Wohlstand in der Region werden. Er glaube, dass ein stärkeres demokratisches Taiwan nicht nur der Traum von 23 Millionen Taiwanern sei, sondern auch die Hoffnung der internationalen Gemeinschaft.