Die taiwanische Vertretung in Deutschland veranstaltete am 9. Oktober in Berlin einen Empfang anlässlich des 113. Nationalfeiertags. Gastgeber war Taiwans Vertreter in Deutschland, Shieh Jhy-Wey (謝志偉). Zahlreiche deutsche Abgeordnete, Menschenrechtsvertreter aus den Regionen Xinjiang und Tibet sowie Taiwan-freundliche Persönlichkeiten nahmen teil.
Fünf deutsche Abgeordnete hielten Reden, darunter Bundestagsvizepräsidentin Yvonne Magwas und Klaus-Peter Willsch, Vorsitzender des Parlamentarischen Freundeskreises Berlin-Taipeh.
Die Redner thematisierten die UN-Resolution 2758, die Durchfahrt deutscher Kriegsschiffe durch die Taiwanstraße und die wirtschaftliche Zusammenarbeit mit Sachsen. Sie kritisierten Chinas Bedrohungen und betonten ihre Unterstützung für Taiwan.
Magwas lobte Taiwan als Bastion der Demokratie in Asien und verurteilte Chinas "Gesetzeskrieg" gegen Taiwan, insbesondere Chinas im Juni eingeführte Sanktionen gegen taiwanische "Separatisten". Zudem wurde die Bedeutung der Durchfahrt einer deutschen Fregatte durch die Taiwanstraße als Signal der Unterstützung für internationale Gewässer bezeichnet.
Die Redner hoben auch Taiwans strategische Rolle in der Region hervor, insbesondere durch Investitionen wie die von TSMC in Sachsen, die sowohl die deutsche als auch die europäische Wirtschaft stärken würden.
Shieh Jhy-Wey zitierte zum Abschluss eine Geschichte von Franz Kafka, um Mitgefühl in Zeiten von Bedrohung und Leid zu betonen – eine Parallele zur aktuellen geopolitischen Situation und den Herausforderungen, denen Taiwan und Deutschland gemeinsam gegenüberstehen.