Taipei – 5. Februar 2018. Eine Reihe von Erdbeben vor der Ostküste Taiwans hat gestern am späten Abend Teile des Landes erschüttert. Das heftigste Beben hatte laut Wetteramt eine Stärke von 5,8 auf Taiwans siebenstufiger Skala. Bisherigen Meldungen zufolge kamen bei den Erschütterungen keine Menschen zu Schaden.
Laut dem Seismologie-Zentrum des Wetteramts folgten bis heute Nachmittag mehrere Nachbeben, die wenigstens über einer Stärke von 4,1 lagen. Bei dem heftigsten Nachbeben kurz vor heute Mittag wurde die höchste Intensität der Stufe 5 in der Taroko-Schlucht im östlichen Landkreis Hualien erreicht.
Dem Seismologen Chen Kuo-chang vom Wetteramt zufolge handelte es sich bei den Erdbeben zwar um eine gewöhnliche Freisetzung von Energie. Allerdings habe es sich auch um die höchste Anzahl von hintereinander folgenden Beben der Stärke 5 und darüber seit Beginn der Aufzeichnungen im Jahr 1972 in Taiwan gehandelt.
Das Wetteramt wies heute unterdessen Medienberichte zurück, nach denen die Stufe des stärksten Bebens gestern auf 6,1 nach oben korrigiert worden sei. Für die Abweichungen seien unterschiedliche Messstationen verschiedener Wetterdienste in der Welt verantwortlich. Der Wert von Taiwans Wetteramt gelte aber als Richtwert.