Taipei – 7. Februar 2018 – Mindestens sechs Tote und 258 Verletzte forderte ein sich gestern kurz vor Mitternacht ereignendes Erdbeben in der Osttaiwanischen Hafenstadt Hualien. Weitere 76 Personen werden noch vermisst. 227 Personen konnten bereits geborgen werden.
Das Erdbeben hatte eine Stärke von 6, sein Epizentrum befand sich ganz in der Nähe der Stadt und in nur 10 km Tiefe, war daher sehr intensiv und brachte mehrere Häuser zum Einsturz. Die meisten Opfer gab es beim Einsturz von vier Wohn- und Bürohäusern und einem Hotel.
Eines der Wohngebäude befindet sich seitdem in einer gefährlichen, sich weiter neigenden Schieflage, weshalb die Rettungsarbeiten dort aus Sicherheitsgründen zeitweilig eingestellt wurden. Die unteren drei Stockwerke des Hotels stürzten ein, einer der beiden Rezeptionisten konnte unter dem Schreibtisch Schutz finden und später lebend geborgen werden. 16 Hotelgäste werden noch vermisst. Die eingestürzten unteren Stockwerke waren glücklicherweise nicht bewohnt.
Präsidentin Tsai Ing-wen rief alle Rettungskräfte dazu auf, ihr möglichstes zur Bergung der noch Vermissten zu geben. Sie beorderte ebenfalls das Militär, sich mit dringend benötigten schweren Bergungsgeräten an den Rettungsmaßnahmen zu beteiligen.