Taipei – 16. Mai 2017 - Zur Verhinderung der grassierenden internationalen Geldwäsche haben der Vatikan und die Republik China (Taiwan) gestern formal ein Kooperationsabkommen unterzeichnet.
Neben der Bekämpfung und Verhinderung von Geldwäsche beinhaltet das Abkommen auch den Austausch von Finanzinformationen, bei denen der Verdacht der Terrorfinanzierung besteht.
Der Vatikan hat mit insgesamt 39 Ländern weltweit ein derartiges Abkommen unterzeichnet. Taiwan ist in der asiatisch-pazifischen Region das erste Land, mit dem der Vatikan solch ein Abkommen unterhält. Für Taiwan ist dies das 42. Abkommen zur Kooperation bei der Bekämpfung von Geldwäsche.
Papst Franziskus hatte nach seinem Amtsantritt vor dem Hintergrund mehrerer Fälle von Geldwäsche im Vatikan Reformen durchgesetzt.
Wie Taiwans Direktor der Abteilung für die Bekämpfung von Geldwäsche im Justizministerium sagte, sei angesichts der erhöhten Komplexität der Techniken der Geldwäsche grenzüberschreitender Austausch notwendig. Der Einsatz von virtueller Währungen, Stiftungen und High-tech-Handel stele hohe Anforderungen, Geldwäsche nachzuweisen.