Taipei – 30. August 2016. Die Regierung hat heute eine Arbeitsgruppe zur Aufsicht der Ermittlungen im Megabank Geldwäscheskandal gegründet.
Die 8-köpfige Gruppe wird von Vizepremier Lin Hsi-yao geleitet und besteht aus ehemaligen Bankvorständen und Bürgerorganisationen.
Sie soll Bedenken aus dem Volk an die ermittelnde Finanzaufsichtskommission und das Justizministerium weiterleiten.
Premier Lin Chuan sagte dazu heute wörtlich:
„Damit die Bedenken aus der Bevölkerung nicht weiter in der Luft hängen, stellt die Regierung klar, dass wir eine Aufsichtsgruppe gründen werden. Sie soll über die Ermittlungen der Finanzaufsichtskommission und des Justizministeriums wachen. Ebenfalls soll sie Bedenken und Vorschläge sammeln und nach einer Begutachtung an die Ermittlungsbehörden weiterleiten, damit diese weiterverfolgt werden können.“
Die Finanzaufsichtskommission hat laut Premier Lin bereits 28 Personen identifiziert, die in die Geldwäsche verwickelt sein könnten. Derzeit werden deren Verantwortlichkeiten überprüft und dann weitere Informationen veröffentlicht.
Im Geldwäschefall der taiwanischen Megabank soll 2012 Geld aus Taiwan über New York nach Panama geflossen sein. Genutzt wurde dabei auch die berüchtige Anwaltskanzlei Mossack Fonseca, die im April diesen Jahres in die Schagzeilen geriet.
Gegen die New Yorker Niederlassung der Mega Bank wurde daraufhin von New Yorker Finanzbehörden vor einer Woche eine Geldstrafe von etwa 163 Millionen Euro verhängt.