Taipei – 22. Mai 2017. Ermittler haben heute einen Fall gegen die Mega International Commercial Bank aufgrund mangelnder Beweise eingestellt. Der Bank waren Verstöße gegen das Geldwäschepräventionsgesetz vorgeworfen worden. Eine neunmonatige Untersuchung hatte laut Ermittlern keine Beweise zutage gefördert.
Das Bezirksgericht Taipei hatte eine Untersuchung der Mega-Bankfiliale in New York eingeleitet, nachdem die dortige Finanzbehörde eine Strafzahlung von 180 Millionen US-Dollar gegen die Bank verhängt hatte. Die Behörde warf der Bank unter anderem „verdächtige Geschäfte“ mit der Bankfiliale in Panama zwischen 2013 und 2014 vor.
In den USA wurde der Mega Bank konkret vorgeworfen, sich nicht an das US-Gesetz für Bankgeheimnisse gehalten zu haben. Unter anderem hatte die Bank verdächtige Überweisungen ihrer Kunden nicht gemeldet.
Im Rahmen der Untersuchung überprüften Ermittler aus Taiwan mehr als 17.000 Überweisungstransaktionen zwischen den Filialen in New York und Panama. Dabei seien keine Fälle von Geldwäsche festgestellt worden. Die Ermittler führten die Verstöße der Bank in den USA hauptsächlich auf fehlende Kenntnisse von den dortigen Anti-Geldwäschegesetzen zurück.